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Paradise Lost

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    Paradise Lost

    Paradise Lost

    Das erste Bild von Paradise Lost zeigt fünf Jungs vor dem Friedhof von Dewsbury in Yorkshire. Soeben hat die britische Underground-Metal-Band ihr erstes Album veröffentlicht, das den ziemlich kreativen Namen "Lost Paradise" trägt.
    Sie wollen grimmig von den Seiten der ersten interessierten Szenemagazine blicken, aber eigentlich sehen sie nur ziemlich unglücklich aus. Das war 1989. Seitdem haben die Jungs einen ziemlich weiten Weg hinter sich, sie stiegen zu Königen der Metalbewegung auf und kratzten an den Toren des Pop-Olymps. Und sind doch immer noch… unglücklich.

    Tatsächlich ist das Lebensgefühl des "being miserable" nicht nur eine oft gehörte Floskel aus dem Mund von Sänger Nick Holmes oder Gitarrist Greg Mackintosh, den beiden Sprachrohren der Band, sondern auch die einzige Konstante in ihrem musikalischen Schaffen, das sie ansonsten stets neue Wege suchen sah.

    Mit "Lost Paradise" und besagtem Promo-Foto vor einem nordenglischen Gottesacker fing alles an, doch dass Paradise Lost zu Grösserem bestimmt waren, zeichnete sich erst mit ihrem Zweitwerk "Gothic" ab - auch wieder kein besonders kreativer Titel, aber er traf den Nagel auf den Kopf. Denn mit "Gothic" erschufen sie über Nacht das Genre des Gothic Metal, verbanden die rohe Energie schwermetallischer Gitarren mit der fragilen Ästhetik des Darkwave.
    Dieses Album wurde ihr erster kleinerer Erfolg und ebnete den Weg für die Dinge, die folgen sollten. Künstlerisch jedoch blieb es eine Skizze, die Band wandte sich rasch wieder von dieser neuen Stilrichtung ab. Aber es ermöglichte ihnen eine erste Europatour, sicherten ihnen einen neuen, besser dotierten Plattenvertrag und damit eine Chance auf eine professionelle Karriere und sorgte für den nötigen Kultstatus, diese auch verwirklichen zu können.

    "Shades Of God", der Nachfolger, wurde nicht das bahnbrechende "dritte Album", enthielt aber die bis heute gültige Hymne der bekennenden Paradise Lost-Fans: "As I Die". Erst das darauffolgende Werk "Icon" etablierte die Band unter den ganz Grossen der Szene und gilt bis heute als Meilenstein des modernen Heavy Metal. Ihre Ursprünge in der ästhetisch eher spröden Death Metal-Bewegung waren zugunsten traditioneller, mitreissender Riffs verschwunden, was blieb war das alles durchdringende Gefühl des Unglücks.

    Es folgte "Draconian Times", "Icons" eineiiger Zwilling, das bis heute kommerziell erfolgreichste Album der Band. Auf einmal stand die Band, die bis dahin so zielstrebig ihren eigenen, einmaligen Stil herausgearbeitet hatten, am Scheideweg.
    Greg Mackintosh, ihr kreativer Lenker, begann sich verstärkt mit elektronischen Instrumenten zu beschäftigen und steuerte Paradise Lost heraus aus dem Fahrwasser des Metal-Mainstreams. Das Ergebnis "One Second" spaltete die Fangemeinde, besticht jedoch bis heute durch die experimentelle Wucht, mit der es die Manierismen des Heavy Metal in Paradise Losts Musik eliminierte und dadurch die ihr inherente Traurigkeit in einem völlig neuen Licht erstrahlen liess. Ein Licht, das auf den letzten beiden Veröffentlichungen der Band zusehends rosaroter erstrahlte - zumindest in den Augen der sogenannten "Fans der ersten Stunde", deren letzte Stunde als Fans in Wahrheit schon längst geschlagen hatte.

    Mit "Host" und "Believe In Nothing" zeigten Paradise Lost den Erwartungen der Metalszene endgültig die kalte Schulter und stürzten sich voller Energie in die Arme der Götter des Pop. Tatsächlich bewiesen die grossartigen Kompositionen der Band ihre Kraft auch dann, wenn ihnen nicht von beiden Seiten kernige Gitarrenriffs unter die Arme griffen.
    Dennoch markiert "Believe In Nothing" letzlich den zweiten kreativen Stillstand für die Band, die sich diesmal weniger in einer kreativen, sondern in einer existenziellen Krise wiederfanden. Statt sich der stilistischen Weiterführung des auf "Host" Begonnenen widmen zu können, mussten sie die sich auftuenden Risse im Bandgefüge kitten - eine Aufgabe, die letzlich nur dadurch von Erfolg gekrönt werden konnte, dass die Band stilistisch wieder auf einen breiteren Konsens gestellt wurde.

    Somit stellt das nun vorliegende Werk "Symbol Of Life" in mancher Beziehung einen Neuanfang dar. In Zeiten, da die Qualität eines Paradise Lost-Albums von vielen immer noch an ihrem Gehalt an harten Gitarren gemessen wird, stellen Nick Holmes, Greg Mackintosh, Aaron Aedy, Steve Edmondson und Lee Morris ihrem Publikum eine neue Herausforderung.
    Denn sie lassen die Breitsaiten donnern, aber ohne sich den scheinbaren Zwängen ihrer bisherigen Geschichte zu unterwerfen. Stattdessen lösen sie sich von der Schwarzweiss-Logik ihrer bisherigen kreativen Entscheidungen und stellen ihren nächsten künstlerischen Schritt auf viele verschiedene Füsse.

    "Symbol Of Life" lässt den mannigfaltigen Einflüssen, die schon immer im Hintergrund ihrer Werke lauerten, freien Lauf. Sei es in Form der betörenden "Dead Can Dance"-Coverversion "Xavier", der fast vergessenen Sisters Of Mercy angelehnten Gothic-Hymnen oder mit rhythmisch hochmodernem Cyber-Rock - Paradise Lost wirken auf diesem neuen Album im wahrsten Sinn des Wortes befreit.

    Nur ein Geist der Vergangenheit wird ihnen wohl auf Ewigkeit erhalten bleiben - der Geist des Unglücklichseins, der dieses Album wie ihr gesamtes Werk zusammen hält... © BMG Records



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